Die Malu Dreyer Krankheit ist Multiple Sklerose, kurz MS. Die frühere Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz erhielt die Diagnose bereits 1995. Elf Jahre später machte sie die Erkrankung öffentlich. Trotz ihrer eingeschränkten Mobilität führte sie die Landesregierung anschließend mehr als elf Jahre lang.
Im Juni 2024 kündigte Malu Dreyer ihren Rücktritt als Ministerpräsidentin an. Dabei sprach sie über schwindende Kraft, zunehmende Erschöpfung und ihre persönlichen Belastungsgrenzen. Eine akute Verschlechterung ihrer Multiplen Sklerose oder einen neuen Krankheitsschub gab sie jedoch nicht bekannt.
Im März 2026 berichtete Dreyer, dass sie sich wieder stark und glücklich fühle. Sie sei mobiler geworden, gehe ins Fitnessstudio und laufe täglich mehrere Tausend Schritte. Diese Aussagen beschreiben ihren persönlichen Zustand, ersetzen aber keine ärztliche Beurteilung. Eine Heilung der Multiplen Sklerose lässt sich daraus nicht ableiten.
Malu Dreyer Krankheit im Überblick
| Merkmal | Öffentlich bekannter Stand |
| Erkrankung | Multiple Sklerose, kurz MS |
| Diagnose | 1995 |
| Öffentlich gemacht | 2006 |
| Auswirkungen | Vor allem eingeschränkte Mobilität; zeitweise Nutzung von Gehhilfen oder Rollstuhl |
| MS-Verlaufsform | Aktuell nicht öffentlich medizinisch dokumentiert |
| Behandlung | Keine verlässlichen öffentlichen Angaben zu Medikamenten oder Therapieplan |
| Rücktritt angekündigt | 19. Juni 2024 |
| Ende der Amtszeit | 10. Juli 2024 |
| Begründung | Nachlassende Kraft, langsamere Erholung und gesundheitliche Belastungsgrenzen |
| Akuter MS-Schub 2024 | Nicht öffentlich bestätigt |
| Gesundheitsstand 2026 | Nach eigener Aussage wieder stärker und deutlich mobiler |
| Heilung | Nicht bestätigt; Multiple Sklerose gilt weiterhin als nicht ursächlich heilbar |
Welche Krankheit hat Malu Dreyer?
Wer nach Malu Dreyer Krankheit sucht, meint ihre seit Langem bekannte Multiple Sklerose. MS ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie kann das Gehirn und das Rückenmark betreffen und sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen.
Bei Dreyer wurde die Krankheit 1995 diagnostiziert. Damals war sie 34 Jahre alt und Bürgermeisterin von Bad Kreuznach. Zunächst wusste nur ein enger Personenkreis von der Diagnose. Ihr Arzt hatte ihr nach eigener Aussage geraten, erst dann öffentlich darüber zu sprechen, wenn sie sich innerlich stark genug dafür fühle. Im Jahr 2006 machte sie die Erkrankung schließlich bekannt.
Dreyer erklärte später, sie habe nicht auf ihre Krankheit reduziert und nicht ständig als „die Kranke“ wahrgenommen werden wollen. Gleichzeitig wurde ihre Offenheit für viele Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen zu einem sichtbaren Beispiel dafür, dass eine schwere Diagnose eine anspruchsvolle berufliche Laufbahn nicht grundsätzlich ausschließen muss.
Welche Form der Multiplen Sklerose hat Malu Dreyer?
Die genaue aktuelle Verlaufsform der Malu Dreyer Krankheit ist nicht öffentlich medizinisch dokumentiert. Es gibt keine veröffentlichten Arztberichte, MRT-Befunde, Laborwerte oder Angaben zu einem Behinderungsgrad nach neurologischen Bewertungsskalen.
In einem Interview aus dem Jahr 2012 beschrieb Dreyer ihre Erkrankung als eine seltene MS-Form, die bei ihr ohne klassische Schübe verlaufe. Diese ältere persönliche Aussage darf jedoch nicht automatisch als heutige medizinische Einordnung übernommen werden. Der Verlauf einer Multiplen Sklerose kann sich über Jahrzehnte verändern, und nur ihre behandelnden Fachleute kennen den aktuellen Befund.
Deshalb wäre es unseriös, bei der Malu Dreyer Krankheit ohne aktuelle medizinische Bestätigung von einer primär progredienten, sekundär progredienten oder schubförmigen Multiplen Sklerose zu sprechen.
Warum benutzt Malu Dreyer manchmal einen Rollstuhl?
Die sichtbarste Auswirkung der Malu Dreyer Krankheit betrifft ihre Mobilität. Bei längeren Wegen oder besonders anstrengenden Terminen nutzte sie zeitweise einen Rollstuhl. Außerdem war sie gelegentlich mit Gehhilfen unterwegs oder ließ sich von Begleitpersonen stützen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Malu Dreyer dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen ist. In einem stern-Interview von 2023 sagte sie, dass sie am Anfang ihrer Erkrankung wesentlich häufiger im Rollstuhl gesessen habe. Ihre Beweglichkeit schwankte offenbar je nach Strecke, körperlicher Verfassung und Belastung.
Auch bei Multipler Sklerose allgemein ist ein Rollstuhl keineswegs zwangsläufig. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass MS nicht bei jedem Betroffenen zu einer schweren Gehbehinderung führt. Symptome, Krankheitsaktivität und langfristiger Verlauf unterscheiden sich erheblich von Mensch zu Mensch.
Welche Symptome kann Multiple Sklerose verursachen?
Multiple Sklerose wird häufig als „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“ bezeichnet. Mögliche Beschwerden sind unter anderem:
- Unsicherheit beim Gehen oder Greifen
- Muskelschwäche, Lähmungserscheinungen oder Spastik
- Sehprobleme und Doppelbilder
- Kribbeln, Taubheitsgefühle oder andere Empfindungsstörungen
- Schmerzen und Schwindel
- Blasenstörungen
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
- starke körperliche oder geistige Erschöpfbarkeit, die sogenannte Fatigue
Diese allgemeinen Symptome dürfen nicht vollständig auf Malu Dreyer übertragen werden. Öffentlich bekannt ist vor allem ihre eingeschränkte Gehfähigkeit. Welche weiteren Beschwerden sie hat oder früher hatte, ist Privatsache und medizinisch nicht umfassend dokumentiert.
War die Malu Dreyer Krankheit der Grund für ihren Rücktritt?
Die Malu Dreyer Krankheit spielte beim Rückzug aus dem Amt wahrscheinlich eine wichtige Rolle. Trotzdem wäre die Aussage, Dreyer sei ausschließlich wegen eines akuten MS-Schubs zurückgetreten, nicht belegt.
Am 19. Juni 2024 erklärte sie, dass ihre Kraft und Energie endlich seien. Nach anstrengenden Tagen oder Wochen habe früher eine Nacht Schlaf genügt, um sich zu erholen. Das funktioniere inzwischen nicht mehr. Sie müsse immer mehr Energie aufbringen, um die Aufgaben einer Ministerpräsidentin zu bewältigen, und komme an ihre Grenzen.
In einem späteren Interview sagte Dreyer, sie sei bei ihrer Arbeit stets bis an die Grenze ihrer Kraft gegangen. Sie habe mit behandelnden Fachleuten darüber gesprochen. Gemeinsam seien sie zu dem Ergebnis gekommen, dass ein dauerhaftes Überschreiten dieser Grenze wegen ihrer Grunderkrankung ein Risiko darstellen könne.
Damit besteht ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen der Malu Dreyer Krankheit, ihrer Belastbarkeit und dem Rücktritt. Dennoch veröffentlichte sie keine neue Diagnose und berichtete weder von einem akuten Schub noch von einer Krankenhauseinweisung oder einer plötzlich eingetretenen schweren Verschlechterung.
Wie belastend war das Amt für Malu Dreyer?
Dreyer beschrieb sich selbst als ausgesprochen ausdauernde Arbeiterin. Nach eigener Schätzung arbeitete sie als Ministerpräsidentin mindestens 80 Stunden pro Woche, häufig auch 90 oder 100 Stunden. Freie Wochenenden habe es kaum gegeben.
Besonders während des Europawahlkampfs 2024 sei sie abends vollständig erschöpft gewesen. Damals habe sie erkannt, dass sie sich nicht mehr so schnell regeneriere wie früher. Diese Angaben sind persönliche Schätzungen und keine unabhängig geprüften Arbeitszeitaufzeichnungen. Sie verdeutlichen jedoch, wie hoch sie ihre berufliche Belastung selbst einschätzte.
Dreyer kündigte ihren Rücktritt am 19. Juni 2024 an, blieb aber zunächst im Amt. Erst am 10. Juli 2024 wählte der Landtag Alexander Schweitzer zum neuen Ministerpräsidenten. An diesem Tag fand auch die formelle Amtsübergabe statt.
Wie geht es Malu Dreyer heute?
Nach dem bis zum 5. August 2026 öffentlich belegbaren Stand geht es Malu Dreyer nach eigener Aussage deutlich besser als während ihrer letzten Monate als Ministerpräsidentin.
In einem im März 2026 veröffentlichten BUNTE-Interview sagte sie, sie fühle sich wieder stark und glücklich und empfinde große Lebensfreude. Ihren Rücktritt habe sie nicht bereut. Vor allem der Wegfall des ständigen Verantwortungsdrucks sei für sie eine Erleichterung gewesen.
Außerdem berichtete sie über ihren neuen Alltag:
- Sie schlafe so lange, wie sie es brauche.
- Sie kümmere sich intensiver um ihre Gesundheit.
- Sie gehe regelmäßig ins Fitnessstudio.
- Sie laufe täglich etwa 4.000 bis 5.000 Schritte.
- Sie könne wieder ohne Helfer Bus, Auto und Bahn fahren.
- Sie benötige keinen persönlichen Fahrer mehr.
- Sie nutze ein elektrisches Dreirad, das sie „Silberpfeil“ nennt.
Dreyer bezeichnete sich selbst als deutlich mobiler. Diese Fortschritte sind erfreulich, doch sie beruhen auf ihrer eigenen Schilderung. Das Interview enthält weder eine ärztliche Einschätzung noch Untersuchungsergebnisse. Deshalb lässt sich daraus nicht schließen, dass die Malu Dreyer Krankheit verschwunden ist oder medizinisch als geheilt gilt.
Ist Malu Dreyer von Multipler Sklerose geheilt?
Nein. Eine Heilung der Malu Dreyer Krankheit wurde nicht bekannt gegeben. Multiple Sklerose ist nach heutigem medizinischem Stand nicht ursächlich heilbar. Moderne Behandlungen können jedoch Entzündungsaktivität reduzieren, Schübe verhindern oder abschwächen, das Fortschreiten bremsen und einzelne Beschwerden behandeln.
Zu Dreyers persönlicher Behandlung liegen keine belastbaren öffentlichen Angaben vor. Es ist nicht bekannt, welche Medikamente sie einnimmt, ob sie eine verlaufsmodifizierende Therapie erhält oder welche physiotherapeutischen beziehungsweise rehabilitativen Maßnahmen sie nutzt.
Dass sie 2026 über eine bessere Beweglichkeit und mehr Kraft berichtete, kann verschiedene Gründe haben. Denkbar sind weniger beruflicher Stress, mehr Erholung, regelmäßige Bewegung oder medizinische und therapeutische Unterstützung. Ohne Angaben ihrer Ärzte bleiben solche Erklärungen jedoch Vermutungen.
Ist die Malu Dreyer Krankheit lebensgefährlich?
Multiple Sklerose ist eine ernst zu nehmende chronische Erkrankung. Sie ist jedoch nicht automatisch tödlich. Ebenso verläuft sie nicht bei jedem Menschen schwer. Manche Betroffene haben über lange Zeit nur geringe Einschränkungen, während andere eine zunehmende Behinderung entwickeln.
Für Malu Dreyer existiert keine öffentlich bekannte medizinische Prognose. Es gibt daher keinen belastbaren Grund, über eine unmittelbar lebensbedrohliche Entwicklung oder eine verkürzte Lebenserwartung zu spekulieren.
Malu Dreyer als Vorbild für Menschen mit chronischen Krankheiten
Malu Dreyer sprach über ihre Krankheit offen, ohne sie zum Mittelpunkt ihrer politischen Tätigkeit zu machen. Sie wollte zeigen, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen Führungsverantwortung übernehmen und anspruchsvolle Berufe ausüben können.
Von Januar 2013 bis Juli 2024 war sie Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Damit leitete sie die Landesregierung mehr als elf Jahre lang trotz der bereits seit 1995 bestehenden MS-Diagnose. Ihr Umgang mit Hilfsmitteln und Begleitung trug dazu bei, chronische Erkrankungen und körperliche Behinderungen in politischen Spitzenämtern sichtbarer zu machen.
Mehr lesen: Kiki Viebrock: Hochzeit und Leben mit Uwe Ochsenknecht
Häufige Fragen zur Malu Dreyer Krankheit
Malu Dreyer hat Multiple Sklerose. Die Diagnose erhielt sie 1995. Im Jahr 2006 machte sie die Erkrankung öffentlich.
Die Diagnose besteht seit 1995. Öffentlich sprach Dreyer elf Jahre später über ihre Multiple Sklerose.
Nein. Malu Dreyer nutzte einen Rollstuhl vor allem bei längeren Wegen oder je nach körperlicher Verfassung. Sie konnte und kann auch gehen. Im Jahr 2026 berichtete sie, wieder deutlich mobiler zu sein.
Ein akuter MS-Schub wurde nicht öffentlich bestätigt. Dreyer sprach bei ihrem Rücktritt über Erschöpfung, schwindende Kraft und die Gefahr einer dauerhaften Überschreitung ihrer gesundheitlichen Grenzen.
Ihre chronische Erkrankung und ihre Belastungsgrenzen spielten eine Rolle. Sie bezeichnete jedoch keinen akuten Schub als Rücktrittsgrund. Entscheidend waren nach ihren Aussagen die nachlassende Energie und die immer langsamere Erholung vom hohen Arbeitspensum.
Im März 2026 sagte Dreyer, sie fühle sich wieder stark, glücklich und mobiler. Sie gehe ins Fitnessstudio und laufe täglich ungefähr 4.000 bis 5.000 Schritte.
Multiple Sklerose ist derzeit nicht ursächlich heilbar. Behandlungen können den Verlauf jedoch günstig beeinflussen und Beschwerden lindern. Welche Therapie Malu Dreyer persönlich erhält, ist nicht öffentlich bekannt.
Eine individuelle medizinische Prognose wurde nicht veröffentlicht. Aus der MS-Diagnose allein lässt sich keine seriöse Aussage über ihre persönliche Lebenserwartung ableiten.
Fazit zur Malu Dreyer Krankheit
Die Malu Dreyer Krankheit ist eine seit 1995 bekannte Multiple Sklerose. Die Erkrankung schränkte vor allem ihre Mobilität ein, hinderte sie jedoch nicht daran, über viele Jahre eine außergewöhnlich anspruchsvolle politische Karriere zu verfolgen.
Ihr Rücktritt im Jahr 2024 stand mit nachlassender Kraft und den gesundheitlichen Risiken dauerhafter Überlastung in Verbindung. Eine akute MS-Krise, einen neuen Schub oder eine ärztlich bestätigte dramatische Verschlechterung machte sie nicht öffentlich.
Nach ihrem Rückzug verbesserte sich ihr Zustand nach eigener Aussage deutlich. Im März 2026 berichtete sie von mehr Kraft, Lebensfreude und Mobilität. Dennoch besteht die Malu Dreyer Krankheit weiterhin. Eine Heilung, ein bestimmter aktueller MS-Verlauf oder eine medizinische Prognose sind nicht öffentlich bestätigt.
